Rohstoff – Geschichte

1. Dezember 2014 Figuren: Richard Keith van Sickle Posted In: Allgemein

  • Tragischer Held: Während Richard Keith van Sickle gegen die Nazis kämpft, fließt sein Öl in die NS-deutsche Kriegswirtschaft. Quelle: Archiv Rohstoff Geschichte, Sammlung James van Sickle.
  • Historischer Wendepunkt für eine Familie und das Weinviertel: 25.9.1938, Eröffnung St. Ulrich 1. In Diensten der DPAG hatte van Sickle die Lagerstätte erbohrt, auf Gebieten, die er erst unter Druck hatte abgeben müssen. Quelle: Archiv Rohstoff Geschichte, Sammlung Karl Brabec
  • Der Plan des NS-Regimes: Mit diesen Quellen sollen die Ölfelder des Kaukasus erobert werden. Hier die Eröffnung der Bohrung St. Ulrich 1 am 25.9.1938. Quelle: Archiv Rohstoff Geschichte, Sammlung Karl Brabec
  • 25.9.1938, Neusiedl an der Zaya. Geht hier Reichsstatthalter Arthur Seyß-Inquart durchs Bild? Quelle: Archiv Rohstoff Geschichte, Sammlung Karl Brabec
  • Keith van Sickle nimmt auf Seiten Englands im Rang eines Majors (British Army, Royal Engineers) am Zweiten Weltkrieg teil. In Nordafrika bohrt er erfolgreich nach Wasser, später ist er Öl-Attaché in Teheran und Bagdad. Quelle: Archiv Rohstoff Geschichte, Sammlung Karl Brabec
  • Richard Keith van Sickle kurz vor Kriegsbeginn mit seinem Betriebsleiter Hermann Fritsche. Quelle: Archiv Rohstoff Geschichte, Sammlung James van Sickle
  • Prokuraerteilung an Betriebsleiter Hermann Fritsche vom 22.8.1939 Quelle: Archiv Rohstoff Geschichte, Sammlung James van Sickle
  • Vollmacht von Richard Keith van Sickle an Elfriede Krasa, ausgestellt am 1.9.1939 in Zürich. Quelle: Archiv Rohstoff Geschichte, Sammlung James van Sickle
  • Nachkriegs-Feier in der Wiener Residenz Freyung 1, Keith van Sickle ganz links, die Ansprache hält der britische Botschafter Sir Harald Caccia, neben ihm, rauchend, der damalige Bundeskanzler Leopold Figl. Quelle: Archiv Rohstoff Geschichte, Sammlung James van Sickle
  • Fünfzig Jahre zurück: Dick van Sickle, Richard Keiths Vater, (2.v.l.) sucht um 1900 in der Gegend um Filipesti (Rumänien) einen Bohrplatz. Quelle: Archiv Rohstoff Geschichte, Sammlung James van Sickle
  • Florence van Sickle mit ihren ersten drei Kindern. Links Serena, hinten rechts Richard Keith, vorne rechts Bruder Bill. Quelle: Archiv Rohstoff Geschichte, Sammlung James van Sickle
  • Keith van Sickle im Alter von etwa 20 Jahren in Sibiu, Rumänien. Quelle: Archiv Rohstoff Geschichte, Sammlung James van Sickle
  • Was ist eigentlich der Unterschied zwischen 'swabbing' und 'swedging'? Bohrtagebuch von Richard Keith van Sickle, Rumänien 1925. Quelle: Archiv Rohstoff Geschichte, Sammlung James van Sickle
  • Freischurfkarte von Richard Keith van Sickle im Bereich Neusiedl an der Zaya. Quelle: Archiv Rohstoff Geschichte, Sammlung James van Sickle
  • Teatime im Ölfeld. Richard Keith van Sickle mit seiner Frau Dorothea. Quelle: Archiv Rohstoff Geschichte, Sammlung James van Sickle
  • Links mit weißem Hut Dorothea van Sickle, dann Richard Keith, ganz rechts Bruder Bill. Quelle: Archiv Rohstoff Geschichte, Sammlung James van Sickle
  • Bill van Sickle auf einem Caterpillar, Ende 1930er. Quelle: Archiv Rohstoff Geschichte, Sammlung James van Sickle
  • Nach Enteignung und Kriegswirtschaft kommt das Unternehmen nach dem Krieg nur noch schwer in Gang. Firmenchef mit Firmlingen 1956. Quelle: Archiv Rohstoff Geschichte, Sammlung Karl Brabec

Öl ist ein globales Geschäft, auch im Weinviertel. Es mobilisiert Menschen von überall her und nach überall hin. Schillernde Lebensläufe scheinen im Ölfeld fast die Regel. Die wahrscheinlich interessanteste Unternehmerfamilie, die über das Öl ins Weinviertel gefunden hat, ist die Dynastie der van Sickles. Schon Vater, Onkel und Großvater waren in Ontario/Kanada, in Galizien, Australien und Rumänien im Ölgeschäft tätig gewesen, als Richard Keith van Sickle – geboren am 15.10.1899 im rumänischen Câmpina – in den 1920ern erstmals ins Weinviertel kommt. Vom Ölpionier und Wünschelrutengänger Friedrich Musil erwirbt er 1935 im Gebiet St. Ulrich/Neusiedl 48 Freischurfe und gründet mit britischem Kapital die Britol Oil Aktiengesellschaft. Kurz darauf regt sich aber auch schon deutsches Interesse an van Sickles Gebiet, Mittelsmänner der NS-Ölwirtschaft erzwingen schon 1937 erste Optionen. Der „Anschluss“ 1938 und das NS-deutsche Bitumengesetz verschärfen die Lage für das junge Unternehmen dann dramatisch. Innerhalb von wenigen Monaten müssen die Freischurfe zu produktiven Grubenfeldern ausgebaut werden, ansonsten verfallen alle Berechtigungen. Nur auf einem kleinen Teil der ursprünglich geplanten und erworbenen Fläche gehen van Sickle-Sonden in Betrieb. Die historische Farb-Aufnahme, die diesem Beitrag vorangestellt ist, stammt aus einem 16-mm Film des Jahres 1938. Auf Kodak-Color liegen uns einige kurze Momente Farbfilm vor. Links im schwarzen Anzug sehen wir Richard Keith van Sickle bei der Einweihung der Sonde St. Ulrich 1; eine Lohnbohrung in Diensten der Deutschen Petroleum AG (später DEA). Schon als bewegte Farbaufnahme ist das Dokument von zeithistorischem Wert, einige frames später schreitet eine Person durchs Bild, in der wir womöglich den bei der Einweihung der Sonde anwesenden Reichsstatthalter Arthur Seyß-Inquart erkennen können. In der Geschichte der van Sickles markiert der Filmausschnitt einen Wendepunkt. Die Lohnbohrung für die DPAG hatte dazu gedient, Kapital für eigene Bohrprojekte und damit für die Eröffnung eines Grubenfeldes nach dem Bitumengesetz zu erwerben. Wenige Monate später beginnt aber der Zweite Weltkrieg. Als englischer Staatsbürger reist Richard Keith van Sickle noch Ende August 1939 über Zürich in Richtung London. Hektisch ergehen noch Vollmachten – an Hermann Fritsche und Elfriede Krasa  gleichermaßen – die den Weiterbeitrieb des nur noch pro forma  unabhängigen Unternehmens sichern. Die Front des Zweiten Weltkriegs verläuft dann zwischen dem Firmengründer und seinem rechtmäßigen Eigentum. Knapp 2 Mio. Tonnen Öl wird auf den von van Sickle ursprünglich erworbenen Feldern rund um Neusiedl für die deutsche Kriegsmaschine gefördert – ohne dass van Sickle am Gewinn beteiligt ist. Es ist dieses Ölfeld, mit dem die Wehrmacht den Kaukasus erobern will. Und es ist – zumindest indirekt – auch dieses Ölfeld, das dann dazu beiträgt, dass die deutsche Luftwaffe London bombardiert und mit einem Volltreffer auch das Familienanwesen am Sumner Place Nr. 2 zerstört – just die Immobilie, die für van Sickle als Garantie für den Kauf der Musil’schen Freischurfe gedient hatte. Richard Keith van Sickle selbst bohrt während des Krieges in der Libyschen Wüste für die British Army nach Wasser. Als Öl-Attaché ist er dann in Bagdad und Teheran tätig. Nicht zuletzt deshalb hat er gute Kontakte auch zu den Sowjets. Und das zahlt sich aus, als er im Rang eines Oberstleutnant im Dezember 1945 über Indonesien nach Wien zurückkehrt. Als einziger Privatunternehmer ist er in der Lage, der sowjetischen Verwaltung der Ölfelder Paroli zu bieten. Doch die Folgen von Enteignung und Kriegswirtschaft bleiben drückend. Die Förderquoten fallen. 1961 stirbt Richard Keith van Sickle in Baden bei Wien. Nach einem langwierigen Rechtsstreit kann sein Sohn James van Sickle erst in den 1970er Jahren die Firma übernehmen. Auch Richards Bruder Bill – schon in den 30ern in Neusiedl aktiv – ist wieder als Buchhalter dabei. Der steigende Ölpreis führt noch einmal zu einer Belebung des Geschäfts. Mit neuartigen Verfahren etwa zur Sandsperre lassen sich die Erträge noch einmal steigern. Über den Bau einer eigenen Raffinierie ist das Unternehmen auch selbständig an der Veredelung seiner Produkte beteiligt. In den 1990er Jahren aber endet das Zeitalter der kanadisch-österreichischen Ölpioniere der van Sickles im Weinviertel. Betrieb und Belegschaft, Sonden und Ölfelder gehen im Konzern der OMV auf.

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